WARUM SOLLTE ICH MEINE KATZE KASTRIEREN ?
Bei jeder Rolligkeit schüttet eine Katze eine große Mengen an Hormonen aus, womit sich das Risiko für sexualhormon-induzierte Krebsformen erhöht. Ein Mammakarzinom ist äußerst bösartig, weshalb die Prognose für eine erkrankte Katze sehr schlecht ist . Eine Kastration verringert übrigens unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Durchführung das Risiko für Karzinome deutlich . Weitere von Krebs betroffene Organe sind Eierstöcke und Gebärmutter.
Die Verringerung dieser Karzinomgefahr ist ein wichtiges Argument für die Kastration einer Katze.
Außerdem neigen viele (Wohnungs-) Katzendamen ab Zeitpunkt der Rolligkeit dazu, bestimmte Ecken zu markieren um einen Kater auf sich aufmerksam zu machen. Bevor das zur Gewohnheit wird, sollte eine zeitige Kastration vorgenommen werden.
DAUERROLLIGKEIT
Bei der Kätzin kommt es erst 25 bis 32 Stunden nach der Paarung zum Eisprung, ausgelöst durch einen Vaginalreiz über die sogenannten Penisstacheln des Katers. Die ausgereiften Eier wandern in die Gebärmutter, wo sie von den immer noch fertilen Spermien befruchtet werden. Es werden also keine Eier in der Gebärmutter “vorgehalten”.
Kommt es im Verlauf der Rolligkeit zu keinem Deckakt, gibt es auch keinen Eisprung. Im Normalfall bilden sich nun die zuvor ausgebildeten Follikel zurück (Follikelatresie), und es folgt durch die hierbei ausgelöste hormonelle Zyklusumstellung eine mehr oder minder lange Ruhephase. Danach beginnt eine erneute Rolligkeit, und diese Aneinanderreihung von Rolligkeits- und Ruhephasen wird nur durch eine Schwangerschaft oder das saisonale Erliegen der Rolligkeit im Winter unterbrochen.
Je häufiger solche Zyklen ohne abschließende Schwangerschaft durchlaufen werden, desto größer wird die Gefahr, daß es zu einer gefährlichen Anomalie im Anschluß an eine Follikelphase kommt: Statt der normalen Rückbildung der Follikel entarten diese zu Zysten. Aufgrund der damit gleichzeitig ausbleibenden hormonellen “Beruhigung” des Zyklus wird die Katze dauerrollig. Die Katze ist unruhig und magert wegen Freßunlust stark ab. Durch das starke Anschwellen der Schleimhäute im Uro-Genitaltrakt kann es zu erschwertem Harnabsatz kommen, die Zysten auf den Eierstöcken sind je nach Zeitdauer der Dauerrolligkeit mehr oder minder groß.
Die Dauerrolligkeit (Nymphomanie) ist eine ernsthafte und bedrohliche Erkrankung für die Katze und bedarf unbedingt einer tierärztlichen Betreuung. Man kann versuchen, den aus dem Ruder gelaufenen Sexualzyklus durch Hormongabe zu “bändigen”. In der Regel wird der TA aber eine Kastration inklusive Gebärmutterentfernung (Ovariohysterektomie) vornehmen.
ZUVIELE KATZENBABYS
Nicht nur in Solingen werden immer wieder Katzenmütter mit ihren Babys eingefangen. Die Kleinen befinden sich oft in einem sehr schlimmen Zustand, so dass sie rund um die Uhr medizinische Pflege benötigen. Die Mütter sind meist noch jung und unerfahren und haben gegen einen ausgewachsenen Kater keine Chance sich zu wehren. Sie haben meist selber kein Zuhause oder wurden ausgesetzt und haben schon genug Mühe, sich selber am Leben zu erhalten. Wenn sie dann auch noch Babys ernähren müssen befinden sie sich meist in einem absolut erbärmlichen Zustand, sind unterernährt, krank, hilflos.
Es ist schon schlimm genug, dass es unzählige verwilderte oder ausgesetzte unkastrierte Kater gibt. Aber dass es in der heutigen Zeit, in der Millionen von Katzen in Deutschland auf der Straße leben, in der die Tierheime überfüllt sind und in der immer mehr Leute ihre Tiere aus finanziellen Gründen abgeben dann auch noch Menschen gibt, die es ach so süß finden, ihre Katze mal werfen zu lassen oder die der Meinung sind, es wäre “natürlich”, Katzen und Kater nicht zu kastrieren, dann könnte man nur noch die Wut kriegen.
Allen diesen unsäglichen Ignoranten, sollten auch nur einmal mit erleben, wie draußen geborene Katzenbabys an Katzenschnupfen oder Katzenseuche jämmerlich zugrunde gehen. Wenn ihre Augen vor lauter Entzündung nicht mehr zu retten sind und sie blind werden. Wie aufgedunsen von Würmern ihre kleinen Bäuche sind und wie oft sie überfahren werden oder auch “einfach nur” verhungern.
Jeder verantwortungsvolle Katzenbesitzer kann unsere Wut auf solche Menschen verstehen, Abscheu vor ihrem Handeln (bzw. Nichthandeln) und das Gefühl welches bald schon an Verachtung grenzt weil sie so verantwortungslos mit hilflosen, uns anvertrauten Lebewesen umgehen.
Angenommen ein Katzenpaar bekommt 2 Würfe im Jahr, von denen je 3 Katzen überleben:
Nach einem Jahr haben wir 12 Katzen
Nach zwei Jahren haben wir ca. 66 Katzen
Nach drei Jahren ca. 380 Katzen
Nach vier Jahren ca. 2.200 Katzen
Nach fünf Jahren ca. 13.000 Katzen
und das von EINEM Katzenpaar……
Das sind jetzt nur Fakten und Zahlen zum Thema Rolligkeit, Kastration und Population…..
Von den Risiken einer Katzenschwangerschaft, Komplikationen bei der Geburt, Übertragung von Katzenkrankheiten (z.B.Aids) ganz zu schweigen !
Unkastrierte Kater legen während der Paarungszeit kilometerlange Strecken zurück und finden dann oftmals nicht wieder nach Hause. Die meisten der aufgefundenen, überfahrenen Kater waren unkastriert. Außerdem besteht die Gefahr der Ansteckung mit Aids, VIP etc. durch den Deckakt. Unkastrierte Wohnungskater haben mit Eintritt der Geschlechtsreife einen stark riechenden Urin und fangen oftmals an in ihrem Zuhause zu markieren.

